Gruppen

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Albin Paulus (Wien)
Er jodelt mit Beat, vollführt Obertongesang und Bodypercussion, spielt Dudelsack, Maultrommel, ein kurioses Instrument namens Wobblephone und andere Überraschungsinstrumente. Albin Paulus führt mit Augenzwinkern sämtliche Klischees ad absurdum und erschafft mit seinem ungewöhnlichen, zum Teil selbstgebauten und erfundenen Instrumentarium sowie mit seiner Stimme neue Klangwelten, herzerwärmend und verblüffend für Aug und Ohr zugleich.

Albin Paulus wuchs als Sohn österreichischer Eltern in Braunschweig auf. Sehr früh faszinierten ihn ungewöhnliche Klänge und bald entdeckte er die Maultrommel, das Jodeln und den Dudelsack für sich. Nach einer klassischen Klarinettenausbildung und einem Musikwissenschaftsstudium in Wien machte er sich weltweit einen Namen als Maultrommelvirtuose, innovativer Jodler- und Stimmakrobat sowie als Multiinstrumentalist in den unterschiedlichsten Genres von Klassik über Ambient, Theater und Performance bis Folk. Mit seiner Gruppe Hotel Palindrone war er 2020 zu Gast bei der KLANGstadt in Hall, diesmal kommt er mit einem Soloprogramm.

Website: www.albinpaulus.com

Albin Paulus
Foto: Stefanie Paulus

Aniada a Noar
Foto: Martin Moro

Aniada a Noar (Steiermark)
Ihre Welt ist die Musik, darum ist der Begriff „Weltmusik“ auch nicht zu hoch gegriffen. Ihr Zuhause ist das Steirische, aber die Steiermark grenzt in ihren Liedern an Slowenien, Friaul, Ungarn, Frankreich, Irland oder Schweden. Witz prägte ihr Programm ebenso wie Tiefgang und manchmal Melancholie, „Heimat ist Tiefe, nicht Enge“, lautet ihr Motto.

Aniada a Noar haben Geschichte geschrieben. Seit mehr als 40 Jahre beeinflussen und bereichern sie das weite Feld der sogenannten „Neuen Volksmusik“ in Österreich und über die Grenzen hinaus. Die beiden letzten CDs wurden vom „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ durch vier Nominierungen geadelt. Auch wenn das Jahr 2021 durch den Tod des Band-Kollegen Bertl Pfundner sehr schmerzvoll war, bleibt der Aniada a Noar- Kosmos lebendig. Mit dem langjährigen Freund, dem Ausnahmegitarristen und Multiinstrumentalisten Martin Moro, setzen Andreas Safer und Wolfgang Moitz ihre musikalische Reise fort und entdecken neue Farben und Ausdrucksformen der „Noarnmusik“ (Narrenmusik). Gemeinsam werden sie Bertl Pfundners Zuruf „Spülts weiter, Burschn!“ mit Leben erfüllen.

Andreas Safer – Gesang, Geige, Mandoline, Mandola, Singende Säge, Nasenflöte, Ziehharmonika
Wolfgang Moitz – Gesang, Flöten, Nasenflöte, Dudelsack, Piffero, Akkordeon, Glockenspiel
Martin Moro – Gesang, Gitarren, Mandoline, Bass

Website: www.aniada.at

Cordes y Butons (Südtirol)
Der Name des Trios Cordes y Butons ist ladinisch und bedeutet Saiten und Knöpfe – die zwei wichtigsten Merkmale der Band-Instrumente. Mit ihren Stimmen und alpenländischen Instrumenten entführen uns die drei in einen großen experimentellen Klangraum für ein breitgefächertes Programm, schaffen sich ihren musikalischen Klangraum und beschreiten Alpenraum, Irland, Russland, Polen, nordische Länder und eigene Wege. Die drei wissen aus ihren langjährigen Erfahrungswegen als Musikerinnen und Musiker, was sie ihren Instrumenten entlocken können und setzen ihre Ideen in filigranen Kompositionen und Interpretationen um. Cordes y Butons ist eine hörenswerte Symbiose aus Experimentierfreude und exzellenter Musikalität. Die Konzerte sind musikalische Reisen, die beim Zuhören sofort träumerische Bilder im Kopf entstehen lassen.

Tamara Gamper – Violine und Gesang
Reinhilde Gamper – Zither und Gesang
David Moroder – Steirische Harmonika

Website: www.cordesybutons.com

cordes y butons
Foto: Verena Perathoner
Landor
Foto: David Schreyer

Landor (Süd- und Nordtirol)
Die dreiköpfige Folkgruppe stammt aus dem Südtiroler Pustertal und wurde erstmals 2003 gegründet. Heute leben die Mitglieder in Hall i. T., Innsbruck und Wien. Seit ihrer Neugründung 2018 ist es Ziel und Konzept von Landor, alle Scheuklappen ad acta zu legen und jenseits von Genrebegriffen eigenständige Musik zu kreieren. Akustikgitarre, Geige, Stimme, Bassklarinette, Holzquerflöte und gezielt eingesetzte Elektronik bilden den instrumentalen Boden der Kompositionen, die mit viel Liebe zum Detail entwickelt werden. Einflüsse aus schwedischem Folk, keltischer Musik, Bluegrass, Pop, Performance Art, Jazz, Elektronik und alpinen Tanzmusik-Manuskripten vermengen sich zu einer Art „Art-Pop-Noice-Folk“, der sich in der modernen transatlantischen Folktradition der letzten Jahre und Jahrzehnte heimisch fühlt und seine ganz eigenen Kleinexkursionen in unentdeckte Klangwelten wagt.

Katharina Schwärzer – Stimme, Geige
Daniel Moser – Bassklarinette, Flöte, Stimme
Christian Troger – Gitarre

Website: www.landormusic.com

Messis Cellogruppe (Vorarlberg)
Messis Cellogruppe – welch ungewöhnlicher Name für eine Band. Wer daraus schließt, dass hier Cellistinnen und Cellisten miteinander musizieren, die von einer unbeherrschbaren Sammelwut geplagt oder gar mit dem berühmten Fußballer verbandelt sind, liegt falsch. Den außergewöhnlichen Bandnamen verdankt das Bregenzerwälder Streicherkollektiv, bestehend aus bis zu sechs Geigen, einem oder zwei Celli und Kontrabass, dem Schwarzenberger Pfarrer. Er bedankte sich nämlich nach einer Messgestaltung bei „der Cellogruppe“ für die schöne Musik.

Viel gemeinsames Musizieren ohne Noten, stets geleitet von gegenseitigem Aufeinander-Hören, gemeinsamem Singen und dem Nachspielen von Gesungenem, prägt den Sound von Messis Cellogruppe auf unverwechselbare Weise. Während der Coronazeit kam der umtriebigen Pädagogin, Musikantin, kreativen Mentorin und Ensembleleiterin Evelyn Fink-Mennel die Idee, die Bandmitglieder ins Studio zu bitten und das gemeinsam über die Jahre erarbeitete Repertoire auf einer CD „…fast live!“ zu dokumentieren. (Silvia Thurner)

Julia Jackel, Pia Mennel, Irma-Maria Troy, Evelyn Fink-Mennel – Violinen, Stimmen
Maria Knauseder – Violoncello, Stimme
Lena Simeoni – Kontrabass, Stimme

Website: www.facebook.com/MessisCellogruppe

Messis Cellogruppe
Foto: Messis Cellogruppe

T.T.T. ProjectFoto: Renato Morelli

T.T.T. Project (Region Tirol-Südtirol-Trentino)
Die Musikerinnen und Musiker des T.T.T. Project stammen aus dem Trentino, Tirol und Venetien und führen ihr Publikum behutsam auf einer multikulturellen musikalischen Route durch halb Europa. Dabei nehmen sie bestimmte Regionen, mit denen sie musikalisch verbunden sind, besonders in den Fokus. Gegründet vom Musikethnologen und Musiker Renato Morelli, beginnt die musikalische Reise des Quintetts im Trentino, führt weiter durch Süd- und Nordtirol und endet schließlich in Transsilvanien. Trentino, Tirol und Transsilvanien – das ist das Programm dieser ungewöhnlichen Gruppe, von dem sie ihren Namen ableitet. Neben einer großen Varietät an Melodien, musikalischen Strukturen und Rhythmen finden sich auf dieser Reise aber auch überraschende Gemeinsamkeiten, die auf die gemeinsame österreichisch-ungarische Vergangenheit zurückzuführen sind. Das Repertoire des T.T.T Project umfasst Klezmermusik (traditionelle Musik der aschkenasischen Juden), Stücke aus dem Trentino aus der bekannten Sonnleithner-Sammlung (1819) und Traditionelles aus Ungarn, Tirol und dem Trentino.

Renato Morelli – Akkordeon
Bice Morelli – Violine
Belinda Miggitsch – Klarinette
Andrea Ruocco – Kontrabass
Matteo Scalchi – Gitarre, Mandoline

Website: www.renatomorelli.it/progetti-musicali/ttt-quartet