Gruppen

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Die Knödel (Tirol)
Sie gelten als ein Urgestein des neuen Umgangs mit alpinen musikalischen Traditionen und entstanden in jenem Jahr, als sich der Begriff der „Neuen Volksmusik“, ausgelöst durch Hubert von Goisern, zu etablieren begann. Das Tiroler Neo-Volksmusik-Jazz-Oktett wurde vom Fagottisten Christof Dienz gegründet und bestand zunächst von 1992 bis 2000. Im Frühjahr 2017 kehrte die Gruppe, deren Mitglieder inzwischen in den unterschiedlichsten Genres internationale Karrieren gemacht hatten, zur Freude ihrer Fans wieder auf die Bühne zurück. Mit ihrem traditionellen Volksmusik-Instrumentarium, darunter Hackbrett, Harfe, Zither, Okarina, Kontrabass, Fagott, Geige, Trompete und Gitarre, spielen „Die Knödel“ eine ebenso klassische wie postmoderne Form der Volksmusik, die sich allerlei zeitgenössischer Musikformen bedient und trotzdem stets nach ihren Wurzeln klingt. Legendär sind auch ihre CDs aus den Neunzigern – wie etwa „Verkochte Tiroler“, „Die Noodle!“, „Panorama“ –, denen kürzlich mit „Still“ ein neues Album hinzugefügt wurde.

Cathi Aglibut – Violine
Margret Köll – Tripelharfe
Alexandra Dienz – Kontrabass
Walter Seebacher – Klarinette
Andreas Lackner – Trompete
Michael Öttl – Gitarre
Charlie Fischer – Schlagwerk
Christof Dienz – Komposition, Fagott, Zither

Website: www.dienz.at/die-knoedel

Die Knödel
Foto: Lukas Beck

Duo Flückiger-Räss
Foto: Daniel Ammann

Duo Flückiger-Räss (Schweiz)
Das Duo reist mit seinem Programm „Fiisigugg“ nach Hall. Doch was zum Gugger ist denn ein „Fiisigugg“? Nun ja, kombiniert man ein altgermanisches Wort für „Gaukler“ mit dem Einsiedler Dialektausdruck für „Tüftler“ oder eben „Physiker“, dann kommt der Titel des neuen Programms von Nadja Räss und Markus Flückiger dabei heraus. Die Jodlerin und der Schwyzerörgeler gehören zu den bekanntesten Köpfen der neueren Volksmusik in der Schweiz und gemeinsam interpretieren sie die urchige Überlieferung tatsächlich so, als hätten ein Gaukler und eine Tüftlerin gemeinsame Sache gemacht: Verspielt, verstiegen, virtuos und doch vertraut – so kommen sie daher, die neuen alten Weisen des Duos, wie man sie auch auf der letzten CD „sälbander“ hören kann: Musik außerhalb der Zeit und Moden – tief, sehnsüchtig und berührend. Nadja Räss und Markus Flückiger beweisen, dass uns die Volksmusiktradition auch heute noch sehr viel und sehr direkt angehen kann.

Nadja Räss – Jodel/Stimme
Markus Flückiger – Schwyzerörgeli

Website: nadjaraess.ch/projekte/duo-flueckiger-raess

cordes y butons (Südtirol)
Der Name des Trios „cordes y butons“ ist ladinisch und bedeutet Saiten und Knöpfe – die zwei wichtigsten Merkmale der Band-Instrumente. Mit ihren Stimmen und alpenländischen Instrumenten entführen uns die drei in einen großen experimentellen Klangraum für ein breitgefächertes Programm, schaffen sich ihren musikalischen Klangraum und beschreiten Alpenraum, Irland, Russland, Polen, nordische Länder und eigene Wege. Die drei wissen aus ihren langjährigen Erfahrungswegen als Musikerinnen und Musiker, was sie ihren Instrumenten entlocken können und setzen ihre Ideen in filigranen Kompositionen und Interpretationen um. „cordes y butons“ ist eine hörenswerte Symbiose aus Experimentierfreude und exzellenter Musikalität. Die Konzerte sind musikalische Reisen, die beim Zuhören sofort träumerische Bilder im Kopf entstehen lassen.

Tamara Gamper – Violine und Gesang
Reinhilde Gamper – Zither und Gesang
David Moroder – Steirische Harmonika

Website: www.cordesybutons.com

cordes y butons
Foto: Verena Perathoner
nouWell cousines
Foto: Florian Schwarzer

nouWell cousines (Bayern)
Bei den „nouWell cousines“ stehen trotz hoher Verwandtschaftsdichte (Cousins, Cousinen) vier unterschiedliche Charaktere auf der Bühne, die mit ihrer Spielfreude, Virtuosität und Vielseitigkeit bestechen. Talent, Bühnenlust und Humor hat ihnen die Musikerfamilie Well mitgegeben. Sie haben jedoch ihren eigenen Stil enwickelt – genreübergreifend, weltoffen und regional verwurzelt. In ihren Liedern behandeln sie sowohl gesellschaftskritisch als auch humorvoll Themen ihrer Generation, ohne sich dabei zu ernst zu nehmen. Der Spaß an der Freude steht immer im Vordergrund ihres Programms. Die Ideen zu ihren Texten und ihrer Musik holen sie sich in ihrer Münchner Stamm-Boazn „Johanniscafé“ – einem Schmelztigel der verschiedenen Kulturen und „G’sichter“. Hier sitzen Studenten, Bierdimpfel, Hipster, Rentner, Akademiker und Handwerker zu jeder Tages- und Nachtzeit zusammen und schwadronieren über das Leben. Das Programm der „nouWell cousines“ ist so vielseitig wie dieses Publikum und die Musik aus der Jukebox.

Maresa Well – Geige
Matthias Well – Geige
Alex Maschke – Geige
Maria Well – Cello

Website: www.polt.info/werk/nouwell-cousines

Spafudla (Steiermark)
Es war das Jahr 2001, als sich die Spafudla als eine Art Zufallskreuzung aus Familienmusik und Studiencombo fanden. Und damals schon wussten sie „das Beste aus beiden Welten“ für sich zu nutzen. Die selbstverständliche Anwendung des eigenen musikalischen Dialekts – der Volksmusik – und die Neugierde auf andere Stile und Ausdrucksweisen ließen sie ihre eigene musikalische Mundart finden. Seit 20 Jahren ziehen sie nun von der Konzertbühne zu Hochzeiten, vom Theater zur Tanzmusik oder als Kulturexport durch die Welt und hüten dabei ihr musikantisches und lustvolles Spiel für junge und alte, nahe und ferne Menschen. Dabei hat sich eine Unmenge an musikalischem Treibgut angesammelt, das in weiterer Verdichtung und Exegese stets neue Musik hervorbringt. Die Spafudla waren zuletzt 2014 bei KLANGstadt Hall zu Gast.

Lucia Froihofer – Geige, Tenorgeige, Gesang
Bernadette Froihofer – Geige, Mandoline, Gesang
Daniel Fuchsberger – Kontragitarre, Marimba, Gesang
Gabriel Froihofer – Kontrabass, Perkussion, Gesang

Website: www.spafudla.at

Spafudla
Foto: Katrin Kreiner

TOIFoto: Alexandra Mathoi

TOI (Tirol)
TOI ist eine Tiroler Band mit mundartgerechter Haltung. Rock, Funk, Soul und Pop treffen in einer „googlerunden“ Welt auf Texte im Pitztaler Dialekt. Das Quartett versteht es seit mehr als zehn Jahren mit markigen Mundarttexten, packender Musik und überschäumender Spielfreude sein Publikum zu begeistern. Für den TOI‐Texter Stephan Mathoi stellt das Schreiben im Dialekt die ehrlichste Art des Liedermachens dar. Mit viel Wortgewandtheit, Kritik, aber auch Humor widmen sich die Texte dem Alltäglichen. Auch die musikalischen Zutaten tragen zur Wiedererkennbarkeit von TOI bei. Die vier Musiker verstehen es, viele stilistische Quellen anzuzapfen und alles zu einer schlüssigen Mischung zu verschmelzen. Mit verspielter Intensität widmet sich TOI Improvisationen und begeistert mit unverwechselbarem Band‐Sound und mitreißender Live‐Performance ein breitgefächertes Publikum.

Stephan Mathoi – Gesang & Gitarre
Wolfgang Henn – Kontrabass
Alexander Goidinger – Fender Rhodes
Philipp Hager – Schlagwerk

Website: www.toi-music.at