Gruppen

ALPKAN (OÖ)

ALPKAN bezeichnet seinen Musikstil als „Musik von irgendwo zwischen Alpen und Balkan“. Der Bandname entstand durch eine Vermengung der beiden Regionen, die für das musikalische Selbstverständnis des Quintetts die Basis bilden: ALP – KAN. Nachdem der Balkan bekanntlich in Wien beginnt, spielen bei ALPKAN der Wiener Slang und das Wienerlied keine unwesentliche Rolle. Da darf auch schon einmal gesudert werden, wenn man beim „Schwarzfahren“ erwischt wird. Auch alpenländische Volksmusik kommt nicht zu kurz – dazu passt auch das Instrumentarium mit Cornet, Posaune, Tuba, Gitarre und Schlagzeug – allerdings abseits bekannter Pfade. Denn wer sagt, dass ein Jodler nicht wie elektronische Musik klingen darf? Oder dass Flamenco und Polka nicht zusammenpassen?

Kurzum: Musikalisch ist ALPKAN eine Verschmelzung aus (Techno)Brass, Balkanmusik, Wienerlied, Jazz und A-cappella-Ensemble. Mal wähnt man sich im Orient, mal in Mexiko, beim Tuba-Solo im australischen Outback und plötzlich wieder beim serbischen Guča-Festival. Seit seinem Bestehen hat ALPKAN Konzertsäle, legendäre Clubs, Theater, Burgen, botanische Gärten, Kirchen, Gefängnisse und Wirtshäuser „bespielt“. Das Jahr 2026 bringt ein neues ALPKAN-Album – HORSES heißt das Nachfolge-Werk des 2021 erschienenen Albums „Hoas is!“. Damit sollte dem internationalen Durchbruch des polyglotten Quintetts nichts mehr im Wege stehen.

http://www.alpkan.at

ALPKAN © Markus Steiner | Lux & Leichtsinn

El Castlero: Posaune, Tenorhorn, Gesang

Stereo Gaina: Gitarre, Gesang

Herr Stockinger: Tuba, Gesang

Doktor Kastler: Cornet, Flügelhorn, Gesang

Shegovic: Schlagzeug, Gesang

Aniada a Noar (Steiermark)

Seit mehr als vier Jahrzehnten zählt Aniada a Noar, ein Ensemble aus drei Musikern, zu den prägenden Stimmen der „Neuen Volksmusik“. Ihr Spiel vereint feine Eleganz, lebendige Verspieltheit und einen offenen, neugierigen Blick über musikalische Grenzen hinweg. Aus vertrauten Heimatklängen und weltmusikalischen Einflüssen entsteht ein Klangbild, das zugleich verwurzelt und überraschend, warm und abenteuerlustig wirkt. Die Melodien berühren, die Rhythmen tragen.

Aniada a Noar entfaltet musikalische Geschichten, die weit über das bloße Hören hinausreichen. „Jenseits des Ganges“ ist ein Programm voller Farben, Begegnungen und poetischer Kraft: ein inspirierendes Klangabenteuer, das das Publikum einlädt, Teil einer außergewöhnlichen musikalischen Reise zu werden.

https://aniada.at

Aniada a Noar © Ulrike Rauch

Andreas Safer: Gesang, Geige, Mandola, Mandoline, Singende Säge, Nasenflöte

Wolfgang Moitz: Gesang, Flöten, Nasenflöte, Piffero, Dudelsack

Lothar Lässer: Gesang, Akkordeon, Percussion

Christina Zurbrügg Trio (Wien und Schweiz)

Christina Zurbrügg ist bekannt für ihre einzigartige Kombination aus Songwriting, Rap und zeitgemäßem Jodeln. Mit unverwechselbarer Stimme schlägt sie Brücken zwischen erdigen Traditionals und urbanen Klangwelten. Sie ist Pionierin der ersten Stunde in der „Neuen Volksmusik“ und wird auch als „Die Jodlerin des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet.

Christina Zurbrügg ist eine musikalische Grenzgängerin, die sich seit vielen Jahren mit genreübergreifender Experimentierfreudigkeit jenseits der engen Grenzen traditioneller Stilrichtungen bewegt, schmissig, radikal, kraftvoll, schräg, mal smooth jazzig, mal ruppig eigenwillig. Lustvoll groovig, luftig leicht, mit kammermusikalischem Touch – das Christina Zurbrügg Trio schafft einen neuen Heimatsound, der mitten ins Herz trifft.

www.zurbruegg.cc

Christina Zurbrügg Trio © GAMSrecords

Christina Zurbrügg: Gesang, Akkordeon

Michael Hudecek: Sopransaxofon, Gesang Harmonika

David Mandlburger: Gitarre, Gesang



Hermann Fritz Banda (Wien und OÖ)

Hermann Fritz ist Ländlergeiger und Musikethnologe, er verbindet Wissenschaft mit Genuss und entdeckt ein besonderes Repertoire: Ohrwürmer aus Feldforschung und Archiven, dazu seine Eigenkompositionen. Das Landlergeigen hat er von seinem Vater erlernt. Sein Geigenstil ist von der Kunst der alten Ländlergeiger geprägt, besonders von Sepp Stadlmann (1921–2000), und von Beschreibungen der älteren Spielpraxis der Tanzgeiger. Hermann selbst spielte bei den Ensembles Maerlin, Regenpfeifer, Fritz und Fritz, Appenzeller Spaceschöttl, Urfahraner Aufgeiger, Wiadawö, Linzergeiger und vielen mehr.

Ein Schwerpunkt seiner Feldforschungen ist die traditionelle Geigenmusik und ihr Stil in Oberösterreich, im Salzkammergut und in Appenzell. Für viele Kollegen ist Hermann Fritz seit den späten siebziger Jahren Vermittler für das Repertoire und die Interpretation traditioneller Tanzmusik.

Hermann Fritz und seine Banda lassen selten Gehörtes aus Wien, dem Schneeberggebiet, dem Mühlviertel oder dem Salzkammergut erklingen. Der Fokus liegt dabei auf Tänzen im Dreivierteltakt und auf der alteuropäischen Inégalité (gleich lange Noten werden ungleich lange gespielt), auf Phrasierung, Artikulation, Verzierungen und Details der Rhythmik. Ihre Art des Musizierens entspricht der Tradition, wird allerdings heute von vielen nicht mehr beherrscht. Ein wahrer Genuss, diese Musik zu hören und noch mehr: zu ihr zu tanzen.

Hermann Fritz Banda © Ernst Bimminger

Hermann Fritz: Geige, Gesang

Herman Haertel: Geige, Gesang

Erna Ströbitzer: Kontra, Gesang

Christian Haidinger-Greifeneder: Kontrabass, Gesang

Jakob Steinkellner Duo (OÖ)

Jakob Steinkellner an der Steirischen Harmonika und mit Gesang lädt mit seinem Programm „Soundkistn“ zu weit mehr als einem Konzert ein: Es ist eine musikalische Reise in eine Klangwelt, die sich jeder Schublade entzieht. Gemeinsam mit Tomáš Novák an Violine, Mandoline und Stimme entfaltet er einen vielschichtigen Klangkosmos, der in jeder Note nach dem Unbekannten, dem Ungeahnten sucht – und gerade dadurch berührt. Ausgehend von der Steirischen Harmonika, verfeinert durch virtuose Geigenklänge und inspiriert von musikalischen Weiten jenseits vertrauter Grenzen, entsteht eine Musik, so facettenreich wie die Geschichten, die sie erzählt.

Das Duo aus Österreich und Deutschland bewegt sich lustvoll und sensibel zwischen Tradition und Aufbruch, zwischen feurigem Rhythmus und leisen, feinsinnigen Momenten. Ihre Improvisationen atmen Lebendigkeit, ihr Ausdruck ist frei – und doch getragen von einer klaren künstlerischen Vision: Musik, die nicht nur den Raum erfüllt, sondern auch das Herz erreicht.

www.jakobsteinkellner.com

Jakob Steinkellner Duo © Nico Kaiser

Jakob Steinkellner: Steirische Harmonika

Tomáš Novák: Violine

Tante Friedl (Bayern)

„Drei Worte beschreiben ihren Stil: Groove, Energie, Humor“, schreibt das renommierte Musikmagazin „Folker“ und hat natürlich Recht: Tante Friedl ist sympathisch, witzig und rockt die Bühne wie ein musikgewordener Wirbelsturm. Tante Friedl – das sind Magdalena Kriss aus Bayern und Dan Wall aus den USA. Mit Akkordeon, Banjo und zweistimmigem Gesang, der so unter die Haut geht, dass man ihn noch Tage später mit sich herumträgt wie die Nachwirkungen einer hochwirksamen Glückspille, bringt das Folk- und Weltmusik-Duo eigene Songs sowie neue, packende Interpretationen von Folk- und Roots-Musik aus Mitteleuropa, dem Balkan und Nordamerika auf die Bühne.

Ihr vielfältiges Repertoire reicht von Gewerkschafts- und Protestsongs bis hin zu Liedern über Liebe, Verlust, Natur und Abenteuer und gibt Einblicke in andere Kulturen, Geschichten und Perspektiven. 2021 veröffentlichten sie ihr Debütalbum „Tandem“, das in zwei Kategorien für den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“ nominiert wurde. Im Januar 2023 gewannen sie die „Freiburger Leiter“, den Preis der Freiburger Kulturbörse. Aktuell sind sie mit ihrem Programm „Believe Me Everything“ auf Europas Bühnen unterwegs.

Tante Friedl © Lisa Frübeis

Magdalena Kriss: Gesang und Akkordeon

Dan Wall: Gesang, Banjo

tantefriedl.eu

KLANGstadt